Besichtigung der Nullemissionsfabrik von Solvis

- Die Theorie war beeindruckend, die Realität überzeugend!

Spontanes Interesse an einer Besichtigung des Neubaus der Firma Solvis war aufgekommen, als der Architekt Riecks das Gebäude als ‚Nullemissionsfabrik’ vorgestellt hat. Das war im November letzten Jahres beim Fachforum „Ein Platz an der Sonne“ in Hamburg.

Die Initiative Arbeit und Klimaschutz organisierte die Fahrt und am 1.4.2004 führte Herr Jäger, einer der Gründer der Firma, die Besucher durch die Produktionshallen.
Den Teilnehmern wurde schnell klar, dass dieses Fabrikgebäude eine konsequente Fortführung der Philosophie ist, die hinter den Produkten der Firma Solvis steckt. Sie produziert und verkauft heute komplette Anlagen zur Wohnungsheizung und Warmwasserbereitung, die durch Solarthermie und seit neuestem auch Holzpelletofen äußerst ressourcenschonend und energieeffizient arbeiten.
Das äußerlich markante an der 2002 fertiggestellten Produktionsstätte in Braunschweig ist das außenliegende Stahltragwerk. Es dient gleichzeitig als Stütze für die großflächig eingesetzten Solarkollektoren.

Im Inneren wurde sowohl in der Deckenkonstruktion als auch in der Wandverkleidung viel Holz verarbeitet. Durch viele Oberlichter und Fensterbänder wird eine großzügige natürliche Ausleuchtung erreicht. Dadurch entsteht ein fast wohnliches Wohlfühlklima.

Besonders durchdacht ist die Logistik der Produktion. Von der Entladung der Einzelteile bis zur LKW-Verladung der fertigen Anlagen, läuft alles mit kurzen Wegen in der Halle ab. Damit werden Wärmeverluste durch offenstehende Hallentore vermieden.
Pfiffig ist auch die Nutzung der Wassertanks der Brandschutz-Sprinkleranlage als Speicher für die Wärme, die von den Solarmodulen und dem Rapsöl-BHKW gewonnen wird und die Räume beheizt. Elektrische Energie liefert die Photovoltaik und das BHKW, so dass das Konzept der ‚Nullemission’ tatsächlich erreicht wird.


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