"Traumhaus Althaus - neue Energie für alte Häuser"
Die Hansestadt, der Backstein und die neue Lust auf Wärmedämmung

1898 blickte schon einmal die ganze Stadt gespannt auf das Gelände zwischen Bahrenfelder Chaussee und Gasstraße. Damals ging hier das erste Gaswerk für den Westen Hamburgs an den Start.

Am 1. November 2001 bot der Umbau des ehemaligen Gaswerkes in Hamburg-Bahrenfeld zu einem modernen Hotel- und Kongresszentrum den perfekten Rahmen für das zweite Fachforum der Initiative Arbeit und Klimaschutz unter Regie der ZEBAU GmbH - und die überraschend hohe Anzahl von 114 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestätigte wieder einmal das Konzept der Veranstalter: eine Mischung aus hoher fachlicher Qualität der Referenten und ansprechendem Ambiente des Veranstaltungsortes.

Energetische Altbausanierung, insbesondere unter dem Aspekt von Hamburgs Backstein- und Klinkervergangenheit - wie geht das?

Schon in seinem Eingangsreferat wies Dr. Matthias Sandrock auf das immense Potenzial des Altbaus hinsichtlich des möglichen Beitrags zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes hin und stellte dar, welche Wege die Stadt Hamburg derzeit geht, um den Prozess der energetischen Sanierung im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes zu beschleunigen.

Der Münchener Architekt Florian Lichtblau machte in seinem anschließenden Beitrag deutlich, dass diese Aufgaben der Zukunft bei Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Rahmen und Anforderungen noch wesentlich komplexer angegangen werden müssen - Synergien nutzen, Chancen für die Zukunft nicht verbauen, war sein Credo.

Hamburger Backstein und der Wärmeschutz - ein Widerspruch? Der Hamburger Architekturhistoriker Olaf Bartels machte deutlich, dass die Herangehensweise zwecks Bewahrung des kulturellen Erbes Quartiersweise und teilweise sogar am einzelnen Objekt entschieden werden muss. Hierzu bedarf es eines intensiven Aufarbeitens und Bewertens des Bestandes in Hamburg und des Erarbeitens von exemplarischen Lösungen.

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